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PRAXIS FÜR PHYSIOTHERAPIE UND OSTEOPATHISCHE THERAPIE
Alexandra Riesle


 
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Physiotherapie / Krankengymnastik (mehr...)

Osteopathische Therapie

Die osteopathische Medizin beinhaltet die manuelle Diagnose und Therapie von Fehlfunktionen des Bewegungssystems, der inneren Organe und des Nervensystems und gilt als funktionelle Ergänzung zur klassischen Medizin.
Seit der Begründung dieses Therapieansatzes durch den amerikanische Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828-1917) verbreitete sich die Osteopathie zunächst in den USA, später auch in Europa. Derzeit ist sie auch in Deutschland immer mehr gefragt und steht im Fokus des Interesses.

Basierend auf den Grundprinzipien, dass der menschliche Körper eine Einheit bildet, dass Selbstheilungskräfte vorhanden sind, welche aktiviert werden können, und dass eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen Funktionen und Struktur besteht, sollen nicht nur der Schmerz oder andere Symptome, sondern die primäre Ursache der Krankheit oder der Einschränkung behandelt werden.

 
 

  Fotos: Michael Läufer
 

Dabei werden folgende osteopathische, meist sanfte, entspannende und systemregulierende Techniken befundbezogen und individuell eingesetzt:

- Myofasziale Techniken
- Muscle Energy Techniken
- Counterstrain
- Functional Techniken
- Craniosacrale Techniken

Informationen zur Behandlung:
Osteopathie wird immer als Einzeltherapie durchgeführt, eine Einheit beträgt üblicherweise 30 bis 60 Minuten. Zu Beginn ist es oft notwendig und empfehlenswert, einstündige Behandlungen durchzuführen, um durch gute Befunderhebung einen optimalen Einstieg zu erreichen und ausreichend Zeit zu haben, damit sich Therapeut und Patient aufeinander einstellen können.
Die Behandlungsfrequenz liegt anfangs bei ca. 3-5mal im Abstand von 1-2 Wochen, danach werden die Abstände zwischen den Therapieeinheiten im Normalfall erhöht (alle 4 Wochen bis zu 3 Monaten).

Osteopathie zeigt ein großes Indikationsspektrum. Besonders geeignet ist diese Methode für Patienten mit chronischen Schmerzen an der Wirbelsäule oder anderen Gelenken sowie mit Funktionsstörungen im Bereich der Organe. Typische Beispiele für Indikationen sind chronischer Kopfschmerz, Kiefergelenksstörungen, Reizblase oder Magen- und Verdauungsstörungen. Erst nach einem schulmedizinischen Ausschluss von Kontraindikationen darf eine osteopathische Untersuchung bzw. Behandlung begonnen werden.

Die Behandlungskosten:
Die Kosten dieser vor allem langfristig oft sehr wirksamen Behandlung liegen pro Sitzung bei 80 Euro. Der Patient benötigt hierfür als Verordnung ein Rezept des Arztes. Mittlerweile wird ein Teil der Therapiekosten auch von den meisten gesetzliche Kassen übernommen, bitte informieren Sie sich vorab bei Ihrer Krankenkasse.